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Veranstaltungen und Ereignisse

Restart des Kirchenchores mit Kantorengesang
Chorleben auf dem Weg zur Normalität?

Seit Mitte März haben sich die Mitglieder des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen nicht mehr zum gemeinsamen Singen getroffen, weil gerade beim Chorgesang die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus durch Bildung von Aerosolen erhöht ist. Aerosole sind Gemische aus festen und flüssigen Schwebeteilchen, die insbesondere beim Singen bis zu eineinhalb Metern nach vorne ausgestoßen werden.
Daher hat das Land Niedersachsen auch mit Beginn der Coronapandemie den Chorgesang bis mindestens zum 31. August 2020 untersagt.

Aufgrund der inzwischen niedrigen Infektionszahlen sind mittlerweile bundesweit viele Lockerungen der anfangs beschlossenen Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus zugelassen worden. So sind seit einigen Wochen auch wieder Chorproben in sog. "Kleingruppen" mit nicht mehr als 4 Personen zulässig. Grund genug für Chorleiterin Luise Grottke, die Kantorinnen und Kantoren des Kirchenchores St. Cyriakus zu Übungseinheiten ins Gemeindezentrum einzuladen, um beim Gesang in den Hl. Messen an den Wochenenden für etwas mehr Abwechslung zu sorgen.

Unter Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstandes zueinander starteten jetzt (v. l. n. r.) Gisela Wilken, Barbara Mülder und Nina Brand mit dem Kantorengesang im Hochamt. Dabei wurden sie von Luise Grottke an der Orgel begleitet.

Auch die übrigen Mitglieder des Kirchenchores St. Cyriakus dürfen sich in Kürze auf die eine oder andere Chorstunde freuen, denn nach der derzeitigen Rechtslage sind seit Mitte Juni 2020 wieder Chorproben mit allen Chormitgliedern "unter freiem Himmel" zulässig. Trotz Sommerpause hat Chorleiterin Luise Grottke sich bereiterklärt, auch in der Ferienzeit wetterabhängig spontan zum gemeinsamen Singen in den "Garten Eden" hinter dem Gemeindezentrum einzuladen.

Selbstverständlich werden dabei von allen Chormitglieder die bestehenden Hygienevorschriften zur Vermeidung der Corona-Infektion eingehalten, insbesondere der von Wissenschaftlern der Universitätsklinik München und Erlangen in einer aktuellen Studie über die Auswirkungen von Aerosolen empfohlene Mindestabstand von 2 m nach vorne und 1,5 m seitlich zu den anderen Sängerinnen und Sängern.


Keine Choraktivitäten bis mindestens Ende August!

In einer Videokonferenz haben Bund und Länder am 6. Mai 2020 aufgrund der guten Entwicklung bei den Neuinfektionszahlen in der Coronapandemie weitere Lockerungen beschlossen. Damit sind wir auch in Deutschland wieder auf einem Weg hin zur Normalität. Dennoch wird weiterhin vor den Risiken des Virus gewarnt, um nicht die Erfolge der letzten Wochen und Monate bei der Bekämpfung dieser schwerwiegenden Epidemie zu gefährden.

Basierend auf den aktuellen Vorgaben von Bund und Ländern werden ab dem 11. Mai wieder Gottesdienste in den Kirchengemeinden des Bistums Osnabrück unter Einhaltung von Hygienevorschriften stattfinden. Die Deutsche Bischofskonferenz hat für deren musikalischen Gestaltung Richtlinien erlassen und musikalische Empfehlungen und Erläuterungen gegeben. Da das Singen nach Einschätzung von Fachleuten ein besonderes Risikoverhalten darstellt, ist gemäß den Absprachen mit der niedersächsischen Landesregierung der Gemeindegesang auf "das Notwendigste zu begrenzen, es soll möglichst darauf verzichtet werden".
Grundsätzlich ermöglichen die aktuellen Vorgaben aber den musikalischen Einsatz von je einer Person, die den Dienst als Kantor/in bzw. Organist/in übernimmt. Bei der Übernahme von Kantorengesängen ist aber darauf zu achten, dass diese von einem separaten Ort und nicht vom Ambo erfolgt. Die benutzten Mikrofone sind nach Gebrauch zu desinfizieren.
Unter Wahrung eines Mindestabstandes von 4 × 5 m in alle 4 Richtungen zueinander kann sogar zu besonderen Hochfesten eine Gruppe von bis zu 5 Kantor(inn)en einbezogen werden. Auch die Übertragung von musikalischen Aufgaben auf Instrumentalisten ist mit Ausnahme der Benutzung von Blasinstrumenten bei Einhaltung der v. g. Abstandshaltung möglich.

Zu den Aktivitäten der Kirchenchöre teilte Diözesankirchenmusikdirektor Martin Tigges im Auftrag des Bistums Osnabrück mit, dass die Durchführung von Chorproben auch weiterhin nicht möglich sein wird. In seinem Schreiben heißt es: "Die Durchführung von Chorproben und Chorauftritten ist bis auf Weiteres, mindestens jedoch bis zum 31. August 2020, nicht erlaubt, da für den Chorgesang von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen ist. Mittlerweile ist bekannt, dass in verschiedenen Ländern Infektionsgeschehen ganzer Gruppen auf Zusammenkünfte von Chören zurückzuführen sind. Solange die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln gelten, ist von keiner geänderten Proben- und / oder Aufführungssituation für vollständig versammelte Chöre auszugehen. […] Eventuell hilft die gegenwärtige Situation, weitere geeignete Personen aus den Chören für die Übernahme des Kantorendienstes zu gewinnen."

Zu Konzerten und kirchenmusikalischen Aufführungen führt der Diözesankirchenmusikdirektor weiter aus: "Die Landkreise und Kommunen im Einzugsgebiet des Bistums Osnabrück haben unterschiedliche Verfügungen erlassen, die Konzerte und öffentlichen Musikaufführungen in der Regel bis zu einem bestimmten Datum untersagen. Vom Bund ist verfügt, dass Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August 2020 verboten sind. Es wird empfohlen, Konzerte und weitere Aufführungen, die nicht den aktuellen Rahmenbedingungen für Gottesdienste entsprechen, ebenfalls mindestens bis zu diesem Datum abzusagen."

Zusammenfassend steht somit fest, dass alle Aktivitäten des Kirchenchores zumindest bis zum 31. August d. J. ruhen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Virologen und Wissenschaftler bis dahin das Coronavirus in den Griff bekommen, damit nicht auch noch das für dieses Jahr geplante Weihnachtskonzert des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen der Pandemie zum Opfer fällt.
Wird es ein solches Foto, wie vom letzten Weihnachtskonzert im Jahre 2018, aufgrund der Coronapandemie auch im Jahre 2020 geben?


Corona-Einschränkungen gehen in die Verlängerung

Die täglich aktualisierten Statistiken über die Entwicklung der Coronaepidemie beinhalten nach wie vor steigende Zahlen von infizierten und daran sterbenden Menschen. Allerdings hat sich die Zunahme der Neuinfizierten in den letzten Wochen verlangsamt. Auch nimmt die Zahl der von dieser unberechenbaren Krankheit Genesenen von Tag zu Tag zu. Die Virologen und Politiker sind zuversichtlich, dass das Gesundheitswesen in Deutschland mit der derzeitigen Entwicklung der Fallzahlen nicht überfordert sein wird, denn die Zahl der täglich Neuinfizierten hält sich auch in unserer Region inzwischen fast die Waage, wobei die Zahl der Genesenen die Zahl der Neuinfizierten erfreulicherweise fast erreicht.

Die von der Politik aufgrund der Coronapandemie Mitte März beschlossenen Einschränkungen im täglichen Leben haben somit Wirkung gezeigt, denn die Ansteckungsrate, die Anfang März noch bei 3,0 lag, sank inzwischen auf 0,7 pro Infiziertem. Das bedeutet, dass jeder Infizierte statistisch gesehen zz. "nur" noch 0,7 weitere Menschen ansteckt.

Bei ihrem Krisentreffen am 15. April 2020 diskutierte die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer über mögliche Lockerungen der bis zum 19. April beschlossenen Einschränkungen. Auf der Grundlage der hierbei erzielten Einigungen hat das Land Niedersachsen mit Wirkung vom 20 April 2020 neben einigen Lockerungen folgenden Einschränkungen, die auch Auswirkungen auf den Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen haben könnten, bestätigt bzw. neu festgelegt:

1. Jede Person hat physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Haushaltes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
2. Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind auf höchsten 2 Personen beschränkt. Der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen, die nicht mit dem Betroffenen in einer gemeinsamen Wohnung leben, ist einzuhalten.
3. Verboten sind weiterhin Zusammenkünfte in Kirchen etc. sowie in Gemeindezentren.
4. Verboten sind ebenfalls alle öffentlichen Veranstaltungen. Der Besuch von Großveranstaltungen mit 1.000 oder mehr Teilnehmern ist mindestens bis zum 31. August 2020 verboten.
(Anmerkung: Es wird schon über eine erhebliche Reduzierung der Teilnehmerzahl an sog. "Großveranstaltungen" diskutiert. So rechnen die Schützenvereine damit, dass zumindest die bis zum 31. August terminierten Schützenfeste in diesem Jahr ausfallen werden).
5. Die Teilnahme an Hochzeiten und Beerdigungen sind nach wie vor auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt und darf insgesamt höchstens 10 Personen umfassen.
6. Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Cafés etc. dürfen nicht betrieben werden. Der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig.

Die örtlich zuständigen Behörden (z. B. der Landkreis Emsland) können weitergehende Anordnungen treffen, soweit es im Interesse des Gesundheitsschutzes zwingend erforderlich ist und den vorstehenden Regelungen nicht widerspricht.

Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 6. Mai 2020.

Nachdem bereits das für den 14. März terminierte Stimmbildungsseminar für alle Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Cyriakus, sowie die Chorproben seit dem 17. März 2020 und die gesangliche Mitwirkung des Chores an den ausgefallenen Hl. Messen in der Karwoche und zu Ostern abgesagt wurden, wurde Ende März von der Kirchengemeinde auch der Termin für die Firmung, bei der der Chor hätte singen sollen, bis auf Weiteres verschoben.

Auch wenn zurzeit auf Bundes- und Landesebene über Konzepte nachgedacht wird, wie der Besuch von Gottesdiensten nach dem 6. Mai selbst bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m zwischen den Besuchern wieder zugelassen werden kann, so ist wohl kaum davon auszugehen, dass die bis Ende August geplanten Veranstaltungen und Termine des Kirchenchores zum Tragen kommen werden. Dazu zählen der Maigang am 16.05., die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession in Holsten am 11.06., das Abschlussgrillen vor den Sommerferien im Garten Eden am 23.06., der Chorausflug nach Hamburg mit Konzertbesuch in der Elphi am 27./28.06. und das am 30.08. terminierte Festhochamt anlässlich der Verabschiedung von Pfarrer Michael Langkamp.

Natürlich bedarf jeder einzelne Termin noch einer individuellen Prüfung. Aber von allen Betroffenen ist in den nächsten Wochen umsichtiges Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme gefordert, um nicht die in den letzten Wochen erzielten Erfolge im Umgang mit der Coronapandemie zu gefährden. Aber selbst wenn es durch politische Entscheidungen weitere Lockerungen bei den Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens geben sollte, muss jeder Einzelne für sich über seine Teilnahme entscheiden, denn schon ein zu verhindernder Sterbefall oder eine vermeidbare Schwersterkrankung durch das Coronavirus wäre eine/r zu viel!
Eine Rückkehr in die Normalität des täglichen Lebens wird es wohl erst dann geben, wenn die Forscher einen wirksamen Impfstoff gegen dieses gefährliche Virus gefunden haben. Bleibt nur die Hoffnung, dass dieses bald gelingt.



Corona - nur ein Märchen oder schreckliche Realität?

"Es war einmal ein Kirchenchor, der sich seit Beginn des Jahres in den Chorproben akribisch mit der «Missa brevis» in C-Dur des Engländers Robert Jones beschäftigte, um mit dem lateinischen Gesang am Ostersonntag im Hochamt zu glänzen. Doch plötzlich und unerwartet kam ein Virus über die gesamte Menschheit, das das Leben auf dem ganzen Erdkreis komplett veränderte und alle Planungen und Vorhaben über den Haufen warf."
So oder so ähnlich hätte die Einleitung in einem Märchen lauten können. Aber die Coronapandemie ist kein Märchen, sondern schreckliche Realität !

Als die Leiterin des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, Luise Grottke, in Absprache mit Pfarrer Michael Langkamp und Liedervater Alfred Kaiser am 13. März 2020 das am darauffolgenden Tag terminierte Stimmbildungsseminar wegen des sich inzwischen auch in dieser Region verbreiteten Coronavirus absagte, waren viele Sängerinnen und Sänger des Chores enttäuscht, weil sie für dieses Samstagmorgenseminar bereits Kuchen und Plätzchen gebacken sowie Kaffee, Tee etc. eingekauft hatten.
Als mit der gleichen Rundmail an alle Chormitglieder auch noch die beiden nächsten Chorproben für den 17. und 24. März vorsorglich abgesagt wurden, machten sich einige Chormitglieder zudem Sorgen, wie man in den verbleibenden 2 Chorproben die Karfreitagsliturgie und die Jones-Messe mit dem schwierigen "Gloria" für die Ostermesse noch hinbekommen sollte.

Wie sich später herausstellen sollte, waren diese Sorgen unbegründet, denn wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte der Landkreis Emsland als die für die kreisangehörigen Gemeinden zuständige Gesundheitsbehörde in seiner "Allgemeinverfügung" vom 17. März 2020 u. a. alle Zusammenkünfte in Kirchen etc. sowie in Gemeindezentren bis Sonnabend, den 18. April 2020, verboten. Im Ergebnis bedeutete diese Anordnung für den Kirchenchor St. Cyriakus: Bis zum 18. April keine Chorstunden, kein Anstimmen der Choräle am Gründonnerstag, keine gesangliche Mitwirkung bei der Karfreitagsliturgie und keine Jones-Messe im Hochamt am Ostersonntag!

Inzwischen ist das gesamte gesellschaftliche Leben nicht nur in unserer Gemeinde zum Erliegen gekommen. Fernsehen und Printmedien berichten ständig über steigende Fallzahlen und auch über zunehmende Todesfälle durch die Epidemie. Der Kontakt zu den Mitmenschen ist erheblich eingeschränkt; in den Krankenhäusern und Altenheimen sogar gänzlich untersagt.

Eine ganz andere Wertschätzung erhält in dieser Zeit das Internet. Über YouTube richten nicht nur Politiker Apelle an die Bürgerinnen und Bürger. Auch die Kirche macht sich dieses Medium zu Eigen. So berichtet Pastor Langkamp auf dem neuen Kirchplatz über die gesellschaftlichen Veränderungen in unserer Gemeinde durch die Coronapandemie und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass hoffentlich bald wieder Normalität in unserer Gemeinde einkehrt. Das Gitarrenduo Michael Hackenberg & Andrea Hoormann geben schöne Lieder mit besinnlichen Texten und Bildern aus der Kirche zum Besten. Der kirchliche Mitarbeiter Artur Wenker berichtet von zu Haus aus seinem Homeoffice. Und wer sich an den Sonntagen am 22. und 29. März die Gottesdienste aus der St. Dionyskirche in Rheine im Internet angeschaut hat, der konnte sich davon überzeugen, dass es auch der Salzbergener Chorleiterin, die in Rheine wohnt und als Kantorin in der menschenleeren Stadtkirche fungierte, gut geht.

Die Gesellschaft hat sich durch die Coronapandemie grundlegend verändert. Wie lange dieser Ausnahmezustand noch anhalten oder sogar noch verschärft werden wird, ist nicht vorhersehbar. Die Politiker im Bund machen in ihren Interviews keine Hoffnung, dass es bis zum 19. April d. J. Lockerungen in den gesellschaftlichen Beschränkungen geben wird. Eher ist mit dem Gegenteil zu rechnen, denn der Landkreis Emsland hält in seiner v. g. "Allgemeinverfügung" eine Verlängerung der Einschränkungen durchaus für möglich.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Coronakrise wie jedes Märchen mit einem Happyend endet. Allerdings sollte dieser Bericht in Anbetracht der weltweit vielen Todesopfer nicht mit dem letzten Satz aus einem Märchen enden, sondern mit den 3 markanten Worten der Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Bewältigung der Flüchtlingskrise im Jahre 2015: "Wir schaffen das !"