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Veranstaltungen und Ereignisse

Neuaufnahmen und Ehrungen beim Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen
Hermann Scheffer schied nach 19 Jahren als Notenwart aus

In der diesjährigen Generalversammlung des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, die im Anschluss an die gesanglich mitgestaltete Hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Chormitglieder im Hotel Bolte stattfand, konnte Vorsitzender und Liedervater Alfred Kaiser neben den zahlreich erschienenen Chormitgliedern insbesondere Präses Pfarrer Michael Langkamp, den stellv. Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Jürgen Brinkers und den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Herbert Löchte begrüßen.

Nach dem Gedenken der seit der letztjährigen Mitgliederversammlung verstorbenen Chormitglieder Anni Reckers, Elfriede Piepel, Josef Niemeier, Lore Reckers, Margret Hövels, Gerd Kruse und Gertrud Schäfer, berichtete der Vereinschef, dass sich der Chor im Jahre 2019 in 39 Chorproben auf 20 Auftritte vorbereitet habe. So habe er neben den Gottesdiensten zu den kirchlichen Hochfesten z. B. auch den Gottesdienst zur Einführung der beiden indischen Ordensschwestern, den Firmgottesdienst, die Fronleichnamsprozession mit anschließender Einweihung des neuen Kirchplatzes gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Marien Holsten-Bexten, das Fest der Begegnung sowie das alljährliche Lichterfest, gesanglich mitgestaltet.

Nicht nur die gesanglichen Darbietungen, sondern auch die geselligen Veranstaltungen, wie z. B. der Maigang, das Sommerfest im Garten Eden oder das stimmungsvolle Chorfest, würden Jahr für Jahr neue Mitglieder an den Chor binden. So waren im letzten Jahr mit Angelika Niemeier, Claudia Schmackers, Hermann-Josef Grondmann und Rudolf Kopel 4 Neuzugänge zu verzeichnen, die von Alfred Kaiser durch Übergabe der Ehrennadel des "Allgemeinen Cäcilienverbandes Deutschland" offiziell in den Chor aufgenommen wurden. Mit Stolz wies Kaiser darauf hin, dass der Chor in den letzten 6 Jahren 36 neue Mitglieder gewinnen konnte. Insofern sei dieser mit derzeit 87 Mitgliedern - davon 52 Aktive (17 im Sopran, 13 im Alt, 12 im Tenor und 10 im Bass) - für die Zukunft gut aufgestellt, obwohl eine Verjüngung des Chores durch neue Mitglieder nach wie vor wünschenswert wäre.
Zudem seien im letzten Jahr mit Robert Oldeweme, Karl Elfert und Heinz Mense drei neue Fahnenträger für den Chor gefunden worden, die gemeinsam mit Willi Kaiser und Bernd Wewel für besondere kirchliche Anlässe zur Verfügung stünden.

Mit Bedauern teilte Liedervater Kaiser weiter mit, dass im letzten Jahr mit Else Böhmer, die 35 Jahre der Alt-Stimme angehörte und Ingrid Hövels, die noch bei der letztjährigen Generalversammlung für eine 60-jährige Mitgliedschaft im Sopran ausgezeichnet wurde, 2 aktive Sängerinnen in die passive Mitgliedschaft des Chores gewechselt seien. Alfred Kaiser bedankte sich bei beiden verdienten Sängerinnen mit einem Blumenstrauß für ihr langjähriges Wirken im Chor.

Auch Chorleiterin Luise Grottke bedankte sich bei allen Sängerinnen und Sängern für ihren Einsatz im vergangenen Jahr. Ihr besonderer Dank galt aber dem scheidenden Notenwart Hermann Scheffer für seine außergewöhnlich große Zuverlässigkeit. Erfreut zeigte sie sich über die 4 neuen Mitglieder und appellierte an die Anwesenden, weiterhin um neue Sängerinnen und Sänger zu werben.

Präses Pfarrer Michael Langkamp bescheinigte dem Kirchenchor eine sehr positive Entwicklung. Der Chor sei mit seinen Stimmen ein Glaubenszeugnis, um andere in den Glauben zu bringen. Insofern lege er weiterhin großen Wert auf die Kirchenmusik, was durch Frau Grottke auch sichergestellt sei.
Abschließend bat er alle Chormitglieder, in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Marien Holsten-Bexten die Fronleichnamsprozession gesanglich mitzugestalten, die in Holsten mit anschließender Einweihung der bis dahin renovierten Kirche stattfinden werde.

Nachdem Kassierer Werner Hettmer seinen Kassenbericht verlesen hatte, erteilte die Versammlung auf Antrag von Kassenprüfer Manfred Gude dem Vorstand einstimmig die Entlastung.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde Gisela Wilken einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt; ebenso wie Barbara Mülder zur Schriftführerin und Theo Elfert zum Pressebeauftragten.
Da Hermann Scheffer als Notenwart für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Regina de Wiljes einstimmig von der Versammlung zu seiner Nachfolgerin bestellt.
Ebenso wurde Monika Prior als Nachfolgerin von Marion Dehmer für 2 Jahre zur Kassenprüferin berufen.

Alfred Kaiser bedankte sich unter großem Beifall der Versammlung bei Hermann Scheffer für sein 19-jähriges vorbildliches Engagement als Notenwart und Mitglied des Vorstandes mit einem Präsentkorb.

Zum Ende der Generalversammlung hatte Alfred Kaiser dann noch die erfreuliche Aufgabe, 3 Sänger für ihre langjährige Mitgliedschaft im Chor zu ehren. So erhielten Dr. Stefan Wichert für seine 10-jährige sowie Karl Pingel und Hermann Scheffer für ihre 30-jährige Mitgliedschaft neben den Dank und die Anerkennung der Versammlungsteilnehmer eine Urkunde vom Vorsitzenden überreicht.



Buntes Programm und gute Stimmung beim Chorfest von St. Cyriakus
Werbung für plattdeutschen Gesang in der Mehringer Heide

"Eenmoal in't Joahr is Kärkenchorfete", mit diesem plattdeutschen Gesang eröffneten die Männer des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen das diesjährige, von den Altistinnen hervorragend organisierte Chorfest im Mehringer Hürhus. Gerd Ricken hatte das von der Meppenerin Inge Streek komponierte Lied "De groote Visite" umgetextet und versprach mit dem Satz: "… eenmoal in't Joahr Pläseer för di un mi", nicht zu viel, wie sich im Laufe des Abends herausstellen sollte.

Der Vorsitzende des Kirchenchores, Alfred Kaiser, hieß daraufhin alle Chormitglieder und deren Partner/innen, insbesondere Ehrenmitglied Helmut Jünemann und Chorleiterin Luise Grottke mit Ehemann, herzlich willkommen. In seiner Begrüßungsrede, die er auch in plattdeutscher Sprache hielt, ging er auch auf die Geschichte des Mehringer Hürhuses ein, das sich von einem Heuerhaus zu einem stark frequentierten Bauernhofcafe mit Swingolfplatz, Maisirrgarten und Salzgrotte entwickelt habe.

In einem dann folgenden Sketch machten Schülerin Anna (Renate Pingel) und ihre Oma (Hedwig Jansen) die Folgen der heutigen digitalen Welt deutlich, denn Anna hatte von Opa ein Buch geschenkt bekommen und wusste damit nichts anzufangen. So fragte Anna zum Beispiel, nachdem sie die erste Seite gelesen hatte, wie man den Text denn jetzt scrollen könne, um das Buch weiterlesen zu können. Oma antwortete: "Einfach nur umblättern!"

Nach einem sehr leckeren und reichhaltigen Schnitzelbuffet mit Beilagen strapazierten eine berühmte Malerin aus Paris (Renate Pingel) mit ihrer Assistentin (Marion Altevolmer) die Lachmuskeln aller Festgäste. Sie zeigten, wie man Personen treffend "ins Bild setzten" kann. So mussten u. a. 5 Männer mit je einem Stuhl im Kreis laufen. Das Bild erhielt den Titel "Geregelter Stuhlgang". Mathilde Grondmann musste sich auf einen Stuhl setzen; Gerd Ricken und Andreas Möller hielten ein Tuch über sie. Der Titel lautete "Ein überspanntes Frauenzimmer". Auch Chorleiterin Luise Grottke blieb nicht verschont. Sie musste sich auf einen Stuhl stellen. Ihr Mann stand vor ihr und hielt sie an einer Schnur. Das dargestellt Bild bekam den Titel "Ein Herr lässt seinen Drachen steigen".

Anschließend stellte Dieter Stein die Frage, wer wohl die beste Chorsängerin sei. Nach kurzer Abwägung kam er zu dem Ergebnis, dass es in einem Chor nicht auf die Beste ankommt, denn ein Chor lebe von der Gemeinschaft aller Stimmen. Wenn alle Stimmen zu einer Einheit verschmelzen, dann sei es manchmal für einen Moment wie im Himmel!

Die Männer des Chores sangen dann erneut unter Leitung von Gerd Ricken und begleitet von Helmut Jünemann am Keyboard das plattdeutsche Lied von "Lütt Anna Susanna". In dem Wechselgesang zwischen den Tenören und Bässen des Chores wurde über die Vorbereitung eines Hausfestes berichtet, bei dem "Jungkerls" erwartet wurden, denen die jungen Mädchen das "Danzen" und "Düken" (Küssen) beibringen wollten.
Das anschließende norddeutsche Lied "Jan Hinnerk wahnt up de Lammerstraat", bei dem Dreiergruppen die einzelnen Strophen als Kettenkehrreim sangen, entwickelte sich zu einem Ohrwurm, der den ganzen Abend immer und immer wieder von verschiedenen Chormitgliedern angestimmt wurde.

Ein fester Bestandteil bei den Chorfesten sind schon seit einigen Jahren die "4 lästernden Tenöre". Sie wurden in der Besetzung mit Dieter Stein, Hermann-Josef Merting, Werner Hettmer und Theo Elfert auch in diesem Jahr wieder ihrem Namen gerecht. Sie wussten nicht nur von überregionalen Themen, wie dem Klimaschutz oder den Bestrebungen zur Neuausrichtung der Kirche, zu berichten. Auch der Bürgermeister, Pastor, Chefküster, Chorvorsitzende und die Chorleiterin waren Bestandteil ihres Beitrages. Insbesondere die Frauen im Allgemeinen mussten einige Lästersprüche über sich ergehen lassen. Da die lästernden Machos sich aber auch selbst auf die Schippe nahmen, wurde ihr Beitrag immer wieder mit Applaus bedacht.

Zum Abschluss der Vorträge teilte Theo Elfert dann musikalisch sein Erlebnis bei einer Doppelbeerdigung von Ehefrau und Schwiegermutter eines Hundebesitzers mit, die aufgrund eines Hundebisses verstorben waren. Nach der Beerdigung mit 400 Trauergästen wurde der Witwer von einem Besucher gefragt, ob man den Hund mal ausleihen könne, worauf der Mann antwortete, dass er sich dann in der Reihe der Trauergäste hinten anstellen müsse.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten hatten alle Chorfestteilnehmer immer wieder Zeit, sich intensiv miteinander auszutauschen. Natürlich wurden auch noch gemeinsam einige Lieder gesungen. Am Ende des Festes waren sich alle mit dem Satz aus dem Eingangslied von der "Kärkenchorfete" einig, wo es heißt: "Un wenn se dann an't Ende is, de Kärkenchorfete, freu wi us up't nöchste Joahr un säegget: Gott weäs Dank!"


Kirchenchor gab "Weihnachtskonzert" exklusiv für das Haus St. Josef

Bewohner wurden zum Mitsingen animiert

Es ist eine gelebte Tradition, dass der Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen das hiesige Alten- und Pflegeheim St. Josef alle 2 Jahre aufsucht, um den Bewohnern mit seinem vierstimmigen Gesang einen abwechslungsreichen Nachmittag zu bereiten. So wartete der Chor am Sonntag, dem 19. Januar 2020, mit einem weihnachtlichen "Konzert" exklusiv für die dortigen Bewohner auf.
Gerd Ricken, der moderierend durch das Programm führte, begrüßte die zahlreich erschienenen Bewohner und deren Angehörige in der lichtdurchfluteten Josefskapelle. Er stellte einleitend fest, dass das Weihnachtsfest bekanntlich schon am vorletzten Sonntag mit der Taufe Jesu im Jordan abgeschlossen sei. Aber eigentlich ende die Weihnachtszeit nie, solange man Jesus in sein Herz lasse.

Unter der Leitung von Luise Grottke, die den Chor auch am E-Piano begleitete, wurden dann zunächst die Lieder "Nun freut Euch, ihr Christen", "Noel, Christ ist geboren" und "Engel auf den Feldern singen" vorgetragen.

Dann wurden die Hausbewohner mit ihren Angehörigen animiert, gemeinsam mit dem Chor die bekannten Weihnachtslieder "Es ist ein Ros' entsprungen" und "Vom Himmel hoch, o Englein kommt" zu singen.

 
 
 
 
 
Danach gab der Chor die Stücke "Stern über Bethlehem" und das "Weihnachtswiegenlied" zum Besten, bevor alle Anwesenden erneut eingeladen wurden, das altbekannte "Zu Bethlehem geboren" gemeinsam mit dem Chor zu singen. Anschließend trug der Chor den dreistimmigen Kanon "Dona nobis pacem" vor.

Renate Pingel stellte in einer von ihr vorgetragenen Geschichte die Frage: "Ist Weihnachten vorbei?", wenn die Geschenke weggeräumt und der Alltag wieder eingekehrt ist. Dabei zog sie den Vergleich zur Heiligen Familie, wie Josef und Maria wohl die Tage nach der Geburt Jesu empfunden hätten? Schlussendlich kam sie zu der Erkenntnis, dass immer dann Weihnachten sei, wenn Gott im Alltag der Menschen sei!

Anschließend sang der Chor im Wechselgesang mit den Kantoren das Lied "Als ich bei meinen Schafen wacht". Natürlich durfte auch das von den Bassstimmen geprägte "Transeamus usque Bethlehem" nicht fehlen, das insbesondere dem Bewohner des Hauses St. Josef und Ehrenmitglied des Chores Johannes Steinforth und seiner Ehefrau Hermine in Rührung versetzte.

Ob das mit den Bewohnern gesungene Lied "Schneeflöckchen, Weißröckchen" den von einigen Leuten ersehnten Schnee bringen wird, bleibe nach Aussage von Gerd Ricken bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen wohl nur ein Wunsch.

Mit "Tochter Zion" und dem Lied "Gottes Stern, leuchte uns" schloss der Chor bei anerkennendem Beifall der Zuhörer/innen seinen Auftritt.

Heimleiter Reinhold Jeusfeld bedankte sich abschließend bei den Mitgliedern des Kirchenchores, die mit ihrem Gesang die Bewohner des Hauses St. Josef in beeindruckender Weise erfreut hätten. Als Dank dafür lud er den Chor noch zu Kaffee und Kaltgetränken ein, was von den Sängerinnen und Sängern auch gerne angenommen wurde.