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Ereignisse im Jahr 2020

Keine Choraktivitäten bis mindestens Ende August!

In einer Videokonferenz haben Bund und Länder am 6. Mai 2020 aufgrund der guten Entwicklung bei den Neuinfektionszahlen in der Coronapandemie weitere Lockerungen beschlossen. Damit sind wir auch in Deutschland wieder auf einem Weg hin zur Normalität. Dennoch wird weiterhin vor den Risiken des Virus gewarnt, um nicht die Erfolge der letzten Wochen und Monate bei der Bekämpfung dieser schwerwiegenden Epidemie zu gefährden.

Basierend auf den aktuellen Vorgaben von Bund und Ländern werden ab dem 11. Mai wieder Gottesdienste in den Kirchengemeinden des Bistums Osnabrück unter Einhaltung von Hygienevorschriften stattfinden. Die Deutsche Bischofskonferenz hat für deren musikalischen Gestaltung Richtlinien erlassen und musikalische Empfehlungen und Erläuterungen gegeben. Da das Singen nach Einschätzung von Fachleuten ein besonderes Risikoverhalten darstellt, ist gemäß den Absprachen mit der niedersächsischen Landesregierung der Gemeindegesang auf "das Notwendigste zu begrenzen, es soll möglichst darauf verzichtet werden".
Grundsätzlich ermöglichen die aktuellen Vorgaben aber den musikalischen Einsatz von je einer Person, die den Dienst als Kantor/in bzw. Organist/in übernimmt. Bei der Übernahme von Kantorengesängen ist aber darauf zu achten, dass diese von einem separaten Ort und nicht vom Ambo erfolgt. Die benutzten Mikrofone sind nach Gebrauch zu desinfizieren.
Unter Wahrung eines Mindestabstandes von 4 × 5 m in alle 4 Richtungen zueinander kann sogar zu besonderen Hochfesten eine Gruppe von bis zu 5 Kantor(inn)en einbezogen werden. Auch die Übertragung von musikalischen Aufgaben auf Instrumentalisten ist mit Ausnahme der Benutzung von Blasinstrumenten bei Einhaltung der v. g. Abstandshaltung möglich.

Zu den Aktivitäten der Kirchenchöre teilte Diözesankirchenmusikdirektor Martin Tigges im Auftrag des Bistums Osnabrück mit, dass die Durchführung von Chorproben auch weiterhin nicht möglich sein wird. In seinem Schreiben heißt es: "Die Durchführung von Chorproben und Chorauftritten ist bis auf Weiteres, mindestens jedoch bis zum 31. August 2020, nicht erlaubt, da für den Chorgesang von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen ist. Mittlerweile ist bekannt, dass in verschiedenen Ländern Infektionsgeschehen ganzer Gruppen auf Zusammenkünfte von Chören zurückzuführen sind. Solange die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln gelten, ist von keiner geänderten Proben- und / oder Aufführungssituation für vollständig versammelte Chöre auszugehen. […] Eventuell hilft die gegenwärtige Situation, weitere geeignete Personen aus den Chören für die Übernahme des Kantorendienstes zu gewinnen."

Zu Konzerten und kirchenmusikalischen Aufführungen führt der Diözesankirchenmusikdirektor weiter aus: "Die Landkreise und Kommunen im Einzugsgebiet des Bistums Osnabrück haben unterschiedliche Verfügungen erlassen, die Konzerte und öffentlichen Musikaufführungen in der Regel bis zu einem bestimmten Datum untersagen. Vom Bund ist verfügt, dass Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August 2020 verboten sind. Es wird empfohlen, Konzerte und weitere Aufführungen, die nicht den aktuellen Rahmenbedingungen für Gottesdienste entsprechen, ebenfalls mindestens bis zu diesem Datum abzusagen."

Zusammenfassend steht somit fest, dass alle Aktivitäten des Kirchenchores zumindest bis zum 31. August d. J. ruhen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Virologen und Wissenschaftler bis dahin das Coronavirus in den Griff bekommen, damit nicht auch noch das für dieses Jahr geplante Weihnachtskonzert des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen der Pandemie zum Opfer fällt.
Wird es ein solches Foto, wie vom letzten Weihnachtskonzert im Jahre 2018, aufgrund der Coronapandemie auch im Jahre 2020 geben?


Corona-Einschränkungen gehen in die Verlängerung

Die täglich aktualisierten Statistiken über die Entwicklung der Coronaepidemie beinhalten nach wie vor steigende Zahlen von infizierten und daran sterbenden Menschen. Allerdings hat sich die Zunahme der Neuinfizierten in den letzten Wochen verlangsamt. Auch nimmt die Zahl der von dieser unberechenbaren Krankheit Genesenen von Tag zu Tag zu. Die Virologen und Politiker sind zuversichtlich, dass das Gesundheitswesen in Deutschland mit der derzeitigen Entwicklung der Fallzahlen nicht überfordert sein wird, denn die Zahl der täglich Neuinfizierten hält sich auch in unserer Region inzwischen fast die Waage, wobei die Zahl der Genesenen die Zahl der Neuinfizierten erfreulicherweise fast erreicht.

Die von der Politik aufgrund der Coronapandemie Mitte März beschlossenen Einschränkungen im täglichen Leben haben somit Wirkung gezeigt, denn die Ansteckungsrate, die Anfang März noch bei 3,0 lag, sank inzwischen auf 0,7 pro Infiziertem. Das bedeutet, dass jeder Infizierte statistisch gesehen zz. "nur" noch 0,7 weitere Menschen ansteckt.

Bei ihrem Krisentreffen am 15. April 2020 diskutierte die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer über mögliche Lockerungen der bis zum 19. April beschlossenen Einschränkungen. Auf der Grundlage der hierbei erzielten Einigungen hat das Land Niedersachsen mit Wirkung vom 20 April 2020 neben einigen Lockerungen folgenden Einschränkungen, die auch Auswirkungen auf den Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen haben könnten, bestätigt bzw. neu festgelegt:

1. Jede Person hat physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Haushaltes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
2. Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind auf höchsten 2 Personen beschränkt. Der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen, die nicht mit dem Betroffenen in einer gemeinsamen Wohnung leben, ist einzuhalten.
3. Verboten sind weiterhin Zusammenkünfte in Kirchen etc. sowie in Gemeindezentren.
4. Verboten sind ebenfalls alle öffentlichen Veranstaltungen. Der Besuch von Großveranstaltungen mit 1.000 oder mehr Teilnehmern ist mindestens bis zum 31. August 2020 verboten.
(Anmerkung: Es wird schon über eine erhebliche Reduzierung der Teilnehmerzahl an sog. "Großveranstaltungen" diskutiert. So rechnen die Schützenvereine damit, dass zumindest die bis zum 31. August terminierten Schützenfeste in diesem Jahr ausfallen werden).
5. Die Teilnahme an Hochzeiten und Beerdigungen sind nach wie vor auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt und darf insgesamt höchstens 10 Personen umfassen.
6. Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Cafés etc. dürfen nicht betrieben werden. Der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig.

Die örtlich zuständigen Behörden (z. B. der Landkreis Emsland) können weitergehende Anordnungen treffen, soweit es im Interesse des Gesundheitsschutzes zwingend erforderlich ist und den vorstehenden Regelungen nicht widerspricht.

Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 6. Mai 2020.

Nachdem bereits das für den 14. März terminierte Stimmbildungsseminar für alle Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Cyriakus, sowie die Chorproben seit dem 17. März 2020 und die gesangliche Mitwirkung des Chores an den ausgefallenen Hl. Messen in der Karwoche und zu Ostern abgesagt wurden, wurde Ende März von der Kirchengemeinde auch der Termin für die Firmung, bei der der Chor hätte singen sollen, bis auf Weiteres verschoben.

Auch wenn zurzeit auf Bundes- und Landesebene über Konzepte nachgedacht wird, wie der Besuch von Gottesdiensten nach dem 6. Mai selbst bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m zwischen den Besuchern wieder zugelassen werden kann, so ist wohl kaum davon auszugehen, dass die bis Ende August geplanten Veranstaltungen und Termine des Kirchenchores zum Tragen kommen werden. Dazu zählen der Maigang am 16.05., die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession in Holsten am 11.06., das Abschlussgrillen vor den Sommerferien im Garten Eden am 23.06., der Chorausflug nach Hamburg mit Konzertbesuch in der Elphi am 27./28.06. und das am 30.08. terminierte Festhochamt anlässlich der Verabschiedung von Pfarrer Michael Langkamp.

Natürlich bedarf jeder einzelne Termin noch einer individuellen Prüfung. Aber von allen Betroffenen ist in den nächsten Wochen umsichtiges Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme gefordert, um nicht die in den letzten Wochen erzielten Erfolge im Umgang mit der Coronapandemie zu gefährden. Aber selbst wenn es durch politische Entscheidungen weitere Lockerungen bei den Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens geben sollte, muss jeder Einzelne für sich über seine Teilnahme entscheiden, denn schon ein zu verhindernder Sterbefall oder eine vermeidbare Schwersterkrankung durch das Coronavirus wäre eine/r zu viel!
Eine Rückkehr in die Normalität des täglichen Lebens wird es wohl erst dann geben, wenn die Forscher einen wirksamen Impfstoff gegen dieses gefährliche Virus gefunden haben. Bleibt nur die Hoffnung, dass dieses bald gelingt.



Corona - nur ein Märchen oder schreckliche Realität?

"Es war einmal ein Kirchenchor, der sich seit Beginn des Jahres in den Chorproben akribisch mit der «Missa brevis» in C-Dur des Engländers Robert Jones beschäftigte, um mit dem lateinischen Gesang am Ostersonntag im Hochamt zu glänzen. Doch plötzlich und unerwartet kam ein Virus über die gesamte Menschheit, das das Leben auf dem ganzen Erdkreis komplett veränderte und alle Planungen und Vorhaben über den Haufen warf."
So oder so ähnlich hätte die Einleitung in einem Märchen lauten können. Aber die Coronapandemie ist kein Märchen, sondern schreckliche Realität !

Als die Leiterin des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, Luise Grottke, in Absprache mit Pfarrer Michael Langkamp und Liedervater Alfred Kaiser am 13. März 2020 das am darauffolgenden Tag terminierte Stimmbildungsseminar wegen des sich inzwischen auch in dieser Region verbreiteten Coronavirus absagte, waren viele Sängerinnen und Sänger des Chores enttäuscht, weil sie für dieses Samstagmorgenseminar bereits Kuchen und Plätzchen gebacken sowie Kaffee, Tee etc. eingekauft hatten.
Als mit der gleichen Rundmail an alle Chormitglieder auch noch die beiden nächsten Chorproben für den 17. und 24. März vorsorglich abgesagt wurden, machten sich einige Chormitglieder zudem Sorgen, wie man in den verbleibenden 2 Chorproben die Karfreitagsliturgie und die Jones-Messe mit dem schwierigen "Gloria" für die Ostermesse noch hinbekommen sollte.

Wie sich später herausstellen sollte, waren diese Sorgen unbegründet, denn wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte der Landkreis Emsland als die für die kreisangehörigen Gemeinden zuständige Gesundheitsbehörde in seiner "Allgemeinverfügung" vom 17. März 2020 u. a. alle Zusammenkünfte in Kirchen etc. sowie in Gemeindezentren bis Sonnabend, den 18. April 2020, verboten. Im Ergebnis bedeutete diese Anordnung für den Kirchenchor St. Cyriakus: Bis zum 18. April keine Chorstunden, kein Anstimmen der Choräle am Gründonnerstag, keine gesangliche Mitwirkung bei der Karfreitagsliturgie und keine Jones-Messe im Hochamt am Ostersonntag!

Inzwischen ist das gesamte gesellschaftliche Leben nicht nur in unserer Gemeinde zum Erliegen gekommen. Fernsehen und Printmedien berichten ständig über steigende Fallzahlen und auch über zunehmende Todesfälle durch die Epidemie. Der Kontakt zu den Mitmenschen ist erheblich eingeschränkt; in den Krankenhäusern und Altenheimen sogar gänzlich untersagt.

Eine ganz andere Wertschätzung erhält in dieser Zeit das Internet. Über YouTube richten nicht nur Politiker Apelle an die Bürgerinnen und Bürger. Auch die Kirche macht sich dieses Medium zu Eigen. So berichtet Pastor Langkamp auf dem neuen Kirchplatz über die gesellschaftlichen Veränderungen in unserer Gemeinde durch die Coronapandemie und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass hoffentlich bald wieder Normalität in unserer Gemeinde einkehrt. Das Gitarrenduo Michael Hackenberg & Andrea Hoormann geben schöne Lieder mit besinnlichen Texten und Bildern aus der Kirche zum Besten. Der kirchliche Mitarbeiter Artur Wenker berichtet von zu Haus aus seinem Homeoffice. Und wer sich an den Sonntagen am 22. und 29. März die Gottesdienste aus der St. Dionyskirche in Rheine im Internet angeschaut hat, der konnte sich davon überzeugen, dass es auch der Salzbergener Chorleiterin, die in Rheine wohnt und als Kantorin in der menschenleeren Stadtkirche fungierte, gut geht.

Die Gesellschaft hat sich durch die Coronapandemie grundlegend verändert. Wie lange dieser Ausnahmezustand noch anhalten oder sogar noch verschärft werden wird, ist nicht vorhersehbar. Die Politiker im Bund machen in ihren Interviews keine Hoffnung, dass es bis zum 19. April d. J. Lockerungen in den gesellschaftlichen Beschränkungen geben wird. Eher ist mit dem Gegenteil zu rechnen, denn der Landkreis Emsland hält in seiner v. g. "Allgemeinverfügung" eine Verlängerung der Einschränkungen durchaus für möglich.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Coronakrise wie jedes Märchen mit einem Happyend endet. Allerdings sollte dieser Bericht in Anbetracht der weltweit vielen Todesopfer nicht mit dem letzten Satz aus einem Märchen enden, sondern mit den 3 markanten Worten der Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Bewältigung der Flüchtlingskrise im Jahre 2015: "Wir schaffen das !"


Neuaufnahmen und Ehrungen beim Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen
Hermann Scheffer schied nach 19 Jahren als Notenwart aus

In der diesjährigen Generalversammlung des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, die im Anschluss an die gesanglich mitgestaltete Hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Chormitglieder im Hotel Bolte stattfand, konnte Vorsitzender und Liedervater Alfred Kaiser neben den zahlreich erschienenen Chormitgliedern insbesondere Präses Pfarrer Michael Langkamp, den stellv. Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Jürgen Brinkers und den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Herbert Löchte begrüßen.

Nach dem Gedenken der seit der letztjährigen Mitgliederversammlung verstorbenen Chormitglieder Anni Reckers, Elfriede Piepel, Josef Niemeier, Lore Reckers, Margret Hövels, Gerd Kruse und Gertrud Schäfer, berichtete der Vereinschef, dass sich der Chor im Jahre 2019 in 39 Chorproben auf 20 Auftritte vorbereitet habe. So habe er neben den Gottesdiensten zu den kirchlichen Hochfesten z. B. auch den Gottesdienst zur Einführung der beiden indischen Ordensschwestern, den Firmgottesdienst, die Fronleichnamsprozession mit anschließender Einweihung des neuen Kirchplatzes gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Marien Holsten-Bexten, das Fest der Begegnung sowie das alljährliche Lichterfest, gesanglich mitgestaltet.

Nicht nur die gesanglichen Darbietungen, sondern auch die geselligen Veranstaltungen, wie z. B. der Maigang, das Sommerfest im Garten Eden oder das stimmungsvolle Chorfest, würden Jahr für Jahr neue Mitglieder an den Chor binden. So waren im letzten Jahr mit Angelika Niemeier, Claudia Schmackers, Hermann-Josef Grondmann und Rudolf Kopel 4 Neuzugänge zu verzeichnen, die von Alfred Kaiser durch Übergabe der Ehrennadel des "Allgemeinen Cäcilienverbandes Deutschland" offiziell in den Chor aufgenommen wurden. Mit Stolz wies Kaiser darauf hin, dass der Chor in den letzten 6 Jahren 36 neue Mitglieder gewinnen konnte. Insofern sei dieser mit derzeit 87 Mitgliedern - davon 52 Aktive (17 im Sopran, 13 im Alt, 12 im Tenor und 10 im Bass) - für die Zukunft gut aufgestellt, obwohl eine Verjüngung des Chores durch neue Mitglieder nach wie vor wünschenswert wäre.
Zudem seien im letzten Jahr mit Robert Oldeweme, Karl Elfert und Heinz Mense drei neue Fahnenträger für den Chor gefunden worden, die gemeinsam mit Willi Kaiser und Bernd Wewel für besondere kirchliche Anlässe zur Verfügung stünden.

Mit Bedauern teilte Liedervater Kaiser weiter mit, dass im letzten Jahr mit Else Böhmer, die 35 Jahre der Alt-Stimme angehörte und Ingrid Hövels, die noch bei der letztjährigen Generalversammlung für eine 60-jährige Mitgliedschaft im Sopran ausgezeichnet wurde, 2 aktive Sängerinnen in die passive Mitgliedschaft des Chores gewechselt seien. Alfred Kaiser bedankte sich bei beiden verdienten Sängerinnen mit einem Blumenstrauß für ihr langjähriges Wirken im Chor.

Auch Chorleiterin Luise Grottke bedankte sich bei allen Sängerinnen und Sängern für ihren Einsatz im vergangenen Jahr. Ihr besonderer Dank galt aber dem scheidenden Notenwart Hermann Scheffer für seine außergewöhnlich große Zuverlässigkeit. Erfreut zeigte sie sich über die 4 neuen Mitglieder und appellierte an die Anwesenden, weiterhin um neue Sängerinnen und Sänger zu werben.

Präses Pfarrer Michael Langkamp bescheinigte dem Kirchenchor eine sehr positive Entwicklung. Der Chor sei mit seinen Stimmen ein Glaubenszeugnis, um andere in den Glauben zu bringen. Insofern lege er weiterhin großen Wert auf die Kirchenmusik, was durch Frau Grottke auch sichergestellt sei.
Abschließend bat er alle Chormitglieder, in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Marien Holsten-Bexten die Fronleichnamsprozession gesanglich mitzugestalten, die in Holsten mit anschließender Einweihung der bis dahin renovierten Kirche stattfinden werde.

Nachdem Kassierer Werner Hettmer seinen Kassenbericht verlesen hatte, erteilte die Versammlung auf Antrag von Kassenprüfer Manfred Gude dem Vorstand einstimmig die Entlastung.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde Gisela Wilken einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt; ebenso wie Barbara Mülder zur Schriftführerin und Theo Elfert zum Pressebeauftragten.
Da Hermann Scheffer als Notenwart für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Regina de Wiljes einstimmig von der Versammlung zu seiner Nachfolgerin bestellt.
Ebenso wurde Monika Prior als Nachfolgerin von Marion Dehmer für 2 Jahre zur Kassenprüferin berufen.

Alfred Kaiser bedankte sich unter großem Beifall der Versammlung bei Hermann Scheffer für sein 19-jähriges vorbildliches Engagement als Notenwart und Mitglied des Vorstandes mit einem Präsentkorb.

Zum Ende der Generalversammlung hatte Alfred Kaiser dann noch die erfreuliche Aufgabe, 3 Sänger für ihre langjährige Mitgliedschaft im Chor zu ehren. So erhielten Dr. Stefan Wichert für seine 10-jährige sowie Karl Pingel und Hermann Scheffer für ihre 30-jährige Mitgliedschaft neben den Dank und die Anerkennung der Versammlungsteilnehmer eine Urkunde vom Vorsitzenden überreicht.



Buntes Programm und gute Stimmung beim Chorfest von St. Cyriakus
Werbung für plattdeutschen Gesang in der Mehringer Heide

"Eenmoal in't Joahr is Kärkenchorfete", mit diesem plattdeutschen Gesang eröffneten die Männer des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen das diesjährige, von den Altistinnen hervorragend organisierte Chorfest im Mehringer Hürhus. Gerd Ricken hatte das von der Meppenerin Inge Streek komponierte Lied "De groote Visite" umgetextet und versprach mit dem Satz: "… eenmoal in't Joahr Pläseer för di un mi", nicht zu viel, wie sich im Laufe des Abends herausstellen sollte.

Der Vorsitzende des Kirchenchores, Alfred Kaiser, hieß daraufhin alle Chormitglieder und deren Partner/innen, insbesondere Ehrenmitglied Helmut Jünemann und Chorleiterin Luise Grottke mit Ehemann, herzlich willkommen. In seiner Begrüßungsrede, die er auch in plattdeutscher Sprache hielt, ging er auch auf die Geschichte des Mehringer Hürhuses ein, das sich von einem Heuerhaus zu einem stark frequentierten Bauernhofcafe mit Swingolfplatz, Maisirrgarten und Salzgrotte entwickelt habe.

In einem dann folgenden Sketch machten Schülerin Anna (Renate Pingel) und ihre Oma (Hedwig Jansen) die Folgen der heutigen digitalen Welt deutlich, denn Anna hatte von Opa ein Buch geschenkt bekommen und wusste damit nichts anzufangen. So fragte Anna zum Beispiel, nachdem sie die erste Seite gelesen hatte, wie man den Text denn jetzt scrollen könne, um das Buch weiterlesen zu können. Oma antwortete: "Einfach nur umblättern!"

Nach einem sehr leckeren und reichhaltigen Schnitzelbuffet mit Beilagen strapazierten eine berühmte Malerin aus Paris (Renate Pingel) mit ihrer Assistentin (Marion Altevolmer) die Lachmuskeln aller Festgäste. Sie zeigten, wie man Personen treffend "ins Bild setzten" kann. So mussten u. a. 5 Männer mit je einem Stuhl im Kreis laufen. Das Bild erhielt den Titel "Geregelter Stuhlgang". Mathilde Grondmann musste sich auf einen Stuhl setzen; Gerd Ricken und Andreas Möller hielten ein Tuch über sie. Der Titel lautete "Ein überspanntes Frauenzimmer". Auch Chorleiterin Luise Grottke blieb nicht verschont. Sie musste sich auf einen Stuhl stellen. Ihr Mann stand vor ihr und hielt sie an einer Schnur. Das dargestellt Bild bekam den Titel "Ein Herr lässt seinen Drachen steigen".

Anschließend stellte Dieter Stein die Frage, wer wohl die beste Chorsängerin sei. Nach kurzer Abwägung kam er zu dem Ergebnis, dass es in einem Chor nicht auf die Beste ankommt, denn ein Chor lebe von der Gemeinschaft aller Stimmen. Wenn alle Stimmen zu einer Einheit verschmelzen, dann sei es manchmal für einen Moment wie im Himmel!

Die Männer des Chores sangen dann erneut unter Leitung von Gerd Ricken und begleitet von Helmut Jünemann am Keyboard das plattdeutsche Lied von "Lütt Anna Susanna". In dem Wechselgesang zwischen den Tenören und Bässen des Chores wurde über die Vorbereitung eines Hausfestes berichtet, bei dem "Jungkerls" erwartet wurden, denen die jungen Mädchen das "Danzen" und "Düken" (Küssen) beibringen wollten.
Das anschließende norddeutsche Lied "Jan Hinnerk wahnt up de Lammerstraat", bei dem Dreiergruppen die einzelnen Strophen als Kettenkehrreim sangen, entwickelte sich zu einem Ohrwurm, der den ganzen Abend immer und immer wieder von verschiedenen Chormitgliedern angestimmt wurde.

Ein fester Bestandteil bei den Chorfesten sind schon seit einigen Jahren die "4 lästernden Tenöre". Sie wurden in der Besetzung mit Dieter Stein, Hermann-Josef Merting, Werner Hettmer und Theo Elfert auch in diesem Jahr wieder ihrem Namen gerecht. Sie wussten nicht nur von überregionalen Themen, wie dem Klimaschutz oder den Bestrebungen zur Neuausrichtung der Kirche, zu berichten. Auch der Bürgermeister, Pastor, Chefküster, Chorvorsitzende und die Chorleiterin waren Bestandteil ihres Beitrages. Insbesondere die Frauen im Allgemeinen mussten einige Lästersprüche über sich ergehen lassen. Da die lästernden Machos sich aber auch selbst auf die Schippe nahmen, wurde ihr Beitrag immer wieder mit Applaus bedacht.

Zum Abschluss der Vorträge teilte Theo Elfert dann musikalisch sein Erlebnis bei einer Doppelbeerdigung von Ehefrau und Schwiegermutter eines Hundebesitzers mit, die aufgrund eines Hundebisses verstorben waren. Nach der Beerdigung mit 400 Trauergästen wurde der Witwer von einem Besucher gefragt, ob man den Hund mal ausleihen könne, worauf der Mann antwortete, dass er sich dann in der Reihe der Trauergäste hinten anstellen müsse.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten hatten alle Chorfestteilnehmer immer wieder Zeit, sich intensiv miteinander auszutauschen. Natürlich wurden auch noch gemeinsam einige Lieder gesungen. Am Ende des Festes waren sich alle mit dem Satz aus dem Eingangslied von der "Kärkenchorfete" einig, wo es heißt: "Un wenn se dann an't Ende is, de Kärkenchorfete, freu wi us up't nöchste Joahr un säegget: Gott weäs Dank!"


Kirchenchor gab "Weihnachtskonzert" exklusiv für das Haus St. Josef

Bewohner wurden zum Mitsingen animiert

Es ist eine gelebte Tradition, dass der Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen das hiesige Alten- und Pflegeheim St. Josef alle 2 Jahre aufsucht, um den Bewohnern mit seinem vierstimmigen Gesang einen abwechslungsreichen Nachmittag zu bereiten. So wartete der Chor am Sonntag, dem 19. Januar 2020, mit einem weihnachtlichen "Konzert" exklusiv für die dortigen Bewohner auf.
Gerd Ricken, der moderierend durch das Programm führte, begrüßte die zahlreich erschienenen Bewohner und deren Angehörige in der lichtdurchfluteten Josefskapelle. Er stellte einleitend fest, dass das Weihnachtsfest bekanntlich schon am vorletzten Sonntag mit der Taufe Jesu im Jordan abgeschlossen sei. Aber eigentlich ende die Weihnachtszeit nie, solange man Jesus in sein Herz lasse.

Unter der Leitung von Luise Grottke, die den Chor auch am E-Piano begleitete, wurden dann zunächst die Lieder "Nun freut Euch, ihr Christen", "Noel, Christ ist geboren" und "Engel auf den Feldern singen" vorgetragen.

Dann wurden die Hausbewohner mit ihren Angehörigen animiert, gemeinsam mit dem Chor die bekannten Weihnachtslieder "Es ist ein Ros' entsprungen" und "Vom Himmel hoch, o Englein kommt" zu singen.

 
 
 
 
 
Danach gab der Chor die Stücke "Stern über Bethlehem" und das "Weihnachtswiegenlied" zum Besten, bevor alle Anwesenden erneut eingeladen wurden, das altbekannte "Zu Bethlehem geboren" gemeinsam mit dem Chor zu singen. Anschließend trug der Chor den dreistimmigen Kanon "Dona nobis pacem" vor.

Renate Pingel stellte in einer von ihr vorgetragenen Geschichte die Frage: "Ist Weihnachten vorbei?", wenn die Geschenke weggeräumt und der Alltag wieder eingekehrt ist. Dabei zog sie den Vergleich zur Heiligen Familie, wie Josef und Maria wohl die Tage nach der Geburt Jesu empfunden hätten? Schlussendlich kam sie zu der Erkenntnis, dass immer dann Weihnachten sei, wenn Gott im Alltag der Menschen sei!

Anschließend sang der Chor im Wechselgesang mit den Kantoren das Lied "Als ich bei meinen Schafen wacht". Natürlich durfte auch das von den Bassstimmen geprägte "Transeamus usque Bethlehem" nicht fehlen, das insbesondere dem Bewohner des Hauses St. Josef und Ehrenmitglied des Chores Johannes Steinforth und seiner Ehefrau Hermine in Rührung versetzte.

Ob das mit den Bewohnern gesungene Lied "Schneeflöckchen, Weißröckchen" den von einigen Leuten ersehnten Schnee bringen wird, bleibe nach Aussage von Gerd Ricken bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen wohl nur ein Wunsch.

Mit "Tochter Zion" und dem Lied "Gottes Stern, leuchte uns" schloss der Chor bei anerkennendem Beifall der Zuhörer/innen seinen Auftritt.

Heimleiter Reinhold Jeusfeld bedankte sich abschließend bei den Mitgliedern des Kirchenchores, die mit ihrem Gesang die Bewohner des Hauses St. Josef in beeindruckender Weise erfreut hätten. Als Dank dafür lud er den Chor noch zu Kaffee und Kaltgetränken ein, was von den Sängerinnen und Sängern auch gerne angenommen wurde.