Aktuelles

Kirchenchor Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern im Einsatz

Feierliches Festhochamt mit Orgel, Posaunen und Trompeten

Schon seit Beginn des Jahres hatte sich der Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen in seinen wöchentlichen Chorstunden auf die Osterzeit vorbereitet. Nicht nur das Festhochamt am Ostersonntag sollte wie in jedem Jahr gesanglich mitgestaltet werden. Auch das Anstimmen der besinnlichen Choräle in den Gottesdiensten am Gründonnerstag und Karfreitag, als die Orgel schwieg, oblag dem Gesangsverein.
Für das feierliche Festhochamt am 1. Osterfeiertag hatte sich Chorleiterin Luise Grottke etwas Besonderes einfallen lassen. Der Chor sang aus der Jones-Messe „Missa brevis in C“ das Kyrie, Sanctus und Agnus Dei sowie das ebenfalls von Robert Jones stammende Laudate Dominum. Die Besonderheit lag nicht nur im vierstimmigen lateinischen Gesang, der wie üblich von Luise Grottke an der Orgel begleitet wurde, sondern an der Einbindung
von 5 Bläsern des Salzbergener Musikvereins.
Wie nicht anders zu erwarten, harmonierten Chor, Orgel und Bläser wie schon beim letzten Weihnachtskonzert auch im österlichen Festhochamt hervorragend miteinander, was durch den Dank von Pastor Jacob und dem kräftigem Beifall der Kirchenbesuchern
zum Schluss der Hl. Messe honoriert wurde.

Die Bläser des Musikvereins (v. l. n. r.: Andreas Ungrun, Helmut Cichon, Matthias Ungrun, Stefan Lange und Reinhard Altemeyer) sorgten gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Cyriakus für ein feierliches Festhochamt zu Ostern

Präsentation des restaurierten choreigenen Klaviers

Dank des Kirchenchores an Unterstützer

Der Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen hat im Rahmen einer kleinen Feierstunde vor der Chorprobe am 19. März 2024 sein grunderneuertes Klavier im Bürgersaal des Alten Gasthauses Schütte präsentiert. Hierzu hatte der Vorsitzende des Gesangvereins, Alfred Kaiser, die Vertreter der Institutionen eingeladen, die den Chor bei der Finanzierung dieser umfangreichen Instandsetzungsmaßnahme unterstützt hatten.

Die Gäste und Protagonist(inn)en bei der Präsentation des restaurierten Klaviers v. l. n. r.: Pianist Frank Engeln, Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes Jürgen Brinkers, Bürgermeister Andreas Kaiser, Mitglied der Bürgerstiftung Mechthild Sunderdieck, Chorvorsitzender Alfred Kaiser, Chorleiterin Luise Grottke und Pianist Dr. Stefan Wichert.

In seiner Begrüßung wies Kaiser darauf hin, dass der Chor bei den wöchentlichen Proben für die kirchlichen und außerkirchlichen Veranstaltungen auf ein hochwertiges Klavier angewiesen sei. Insofern sei im Jahre 1978 ein  Markenklavier der Fa. Sailer aus Kitzingen unter großen finanziellen Anstrengungen angeschafft worden.
39 Jahre lang habe das Klavier auf dem Saal der Gaststätte Bolte gestanden. Nach der Erweiterung der Gaststätte zu einem Hotel- und Restaurantbetrieb verlegte der Chor seine Übungsstätte ins Gemeindezentrum, wo ein funktionstüchtiges Klavier zur Verfügung stand. Nach Fertigstellung des Bürgersaals im Alten Gasthaus Schütte sei nun das hochwertige choreigene Instrument dort dauerhaft untergebracht, sodass der Chor bei Belegung des Gemeindezentrums die Möglichkeit habe, mit den Chorproben in den Bürgersaal auszuweichen.
Weil die jahrzehntelange Nutzung nicht spurlos an dem Instrument vorübergegangen sei, habe der Chor sich in der Mitgliederversammlung im August letzten Jahres einstimmig für eine Grundrestaurierung ausgesprochen. Nach Auswertung von 3 vorliegenden Angeboten, sei der Auftrag in Höhe von 2.420 € an die Fachwerkstatt Dausin in Meppen erteilt worden. Dieser umfasste nicht nur umfängliche Reparaturarbeiten an der Mechanik, sondern auch erhebliche Ausbesserungen am stark in Mitleidenschaft gezogenen Gehäuse.

Da der Kirchenchor allein mit der Finanzierung der Maßnahme überfordert gewesen sei, hätten sich Gott sei Dank Institutionen gefunden, die den Kirchenchor hierbei unterstützt hätten. So sei es u. a. dem persönlichen Engagement von Pfarrer Daniel Brinker zu verdanken, dass der Chor von einer kirchennahen  Stiftung aus Münster einen Zuschuss in Höhe von 1.000 € erhielt. Auch die politische Gemeinde Salzbergen, die Bürgerstiftung und die H&R ChemPharm hätten zur Deckung des Fehlbetrages beigetragen.
Alfred Kaiser bedankte sich bei den anwesenden Gästen für die großzügige Unterstützung mit einem Weinpräsent und zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der Chor nach Aussage des Restaurators für die nächsten 50 Jahre wieder über ein neuwertiges Markeninstrument mit leichten Gebrauchsspuren verfüge.

Damit die Gäste und die anwesenden Chormitglieder sich von den neuen Klängen des instandgesetzten Klavieres überzeugen konnten, gab
zunächst Chormitglied und „Freizeitpianist“ Dr. Stefan Wichert das besinnliche englische Kirchenlied „The Lord bless you and keep you“ von John Rutter zum Besten.

Ungewöhnliche Walzer- und Rumbarhythmen und -klänge ertönten, als Chorleiterin Luise Grottke gemeinsam mit Chormitglied Frank Engeln in einem vierhändigen Duett aufspielten. Mit den beiden schwungvollen Stücken „Scherzo“ von Anton Diabelli und „Rumba Brasilia“ stellten sie das von oben bis unten auf der Tastatur gut abgedeckte Klangspektrum des restaurierten Instruments vor.

Alle 3 Pianisten wurden für ihre überzeugenden Auftritte mit viel Beifall bedacht!

Weitere Fotos befinden sich in der Fotogalerie.

Weihnachtliches Singen im Alten- und Pflegeheim

Gelebte Verbundenheit zwischen Kirchenchor und Haus St. Josef

Zwischen dem Kirchenchor St. Cyriakus und dem Alten- und Pflegeheim St. Josef in Salzbergen besteht eine besondere Verbundenheit, denn 1856 wurde am Herdfeuer des Salzbergener Bauern Wessendorf ein Jugendgesangsquartett gegründet, dem seinerzeit der Gesang in den Gottesdiensten übertragen wurde. Aus diesem Quartett entwickelte sich dann im Laufe der Jahre der Salzbergener Kirchenchor. 3 der Gründungsmitglieder dieses Jugendquartetts waren die Gebrüder Wessendorf. Auch die Entstehung des Hauses St. Josef ist auf eine Stiftung dieser Familie Wessendorf zurückzuführen.

Um die historische Verbundenheit lebendig zu halten, tritt der Kirchenchor St. Cyriakus ein um das andere Jahr im Haus St. Josef auf, um mit seinem vierstimmigen Gesang im Alltag der Bewohner*innen für etwas Abwechslung zu sorgen. Nicht nur die inzwischen dort
lebenden passiven und ehemaligen Sänger(inne)n des Chores sind über dieses Wiedersehen sehr erfreut.
Aber auch zu besonderen Anlässen gibt es zwischen den beiden „Wessendorf-Gründungen“ immer wieder Berührungspunkte. So wurde z. B. der Erlös aus dem Weihnachtskonzert des Kirchenchores im Jahre 2014 für die Renovierung der Kapelle des Hauses St. Josef gespendet. Im Gegenzug war der Chor dann auch im Juni 2015 eingeladen, das Festhochamt anlässlich der Einweihung der renovierten Kapelle
gesanglich mitzugestalten.
Ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit steht heute noch im Eingangsfoyer des Alten- und Pflegeheimes. Es ist ein Schrank aus dem Jahre 1912, den die Familie Wessendorf seinerzeit dem Kirchenchor als Fahnenschrank überlassen hatte. Nachdem dieser für diesen Zweck ausgedient hatte, wurde er als Leihgabe dem Haus St. Josef zur Verfügung gestellt.

Damit diese geschichtliche Verbundenheit weiter gelebt wird, besuchte der
Kirchenchor am Sonntag, dem 14. Januar 2024, mit ca. 40 Sänger(inne)n das Haus St. Josef, um die Bewohner*innen mit den Liedern aus dem im Dezember durchgeführten Weihnachtskonzert zu erfreuen. Begrüßt wurden sie dazu in der voll besetzten Kapelle von der Leiterin des Begleitenden Dienstes, Ina Eggenkämper.

Unter dem Dirigat von Luise Grottke, die auch durch das Programm führte und den Chor am Klavier begleitete, wurden das „Weihnachts-Wiegenlied“, „In das Warten dieser Welt“, „O Bethlehem, du kleine Stadt“, „Wer ist das Kind“, „Noel, Christ ist geboren“, „Tochter Zion“, „Verleih uns Frieden“, „O Herr, mein Gott jetzt vor der Nacht“ und zum Abschluss das von den Bässen geprägte „Transeamus usque Bethlehem“ gesungen.

Chormitglied Renate Pingel sorgte mit ihrer Geschichte von „Uropas Weihnachten“ im Programmablauf nicht nur für Abwechslung; sie holte bei den älteren Hausbewohner(inne)n das im Vergleich zu heute doch eher schlichte und besinnlichere Weihnachten von früher in Erinnerung, was bei der/dem einen oder anderen für glänzende Augen sorgte.

Zwischendurch wurden aber auch die Bewohner*innen des Hauses immer
wieder zum Singen von bekannten Weihnachtsliedern eingeladen, die Chormitglied Andreas Möller auf der Orgel begleitete.

Ina Eggenkämper bedankte sich unter dem Beifall der Zuhörer*innen abschließend beim Kirchenchor, der mit seinem Gesang die Bewohner*innen des Hauses St. Josef in beeindruckender Weise erfreut habe. Ein solcher Auftritt zeige, dass die älteren Menschen in dieser Einrichtung nicht in Vergessenheit geraten seien. Als Dank dafür lud sie den Chor noch zu Kaffee und Kaltgetränken in die Galerie ein, was von den Akteuren auch gerne angenommen wurde.

Weitere Fotos in unserer Galerie.

Kirchenchor St. Cyriakus übergab Spende aus dem Weihnachtskonzert

Bei seinem Weihnachtskonzert im Dezember hatte der Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen wie üblich auf Eintrittsgelder verzichtet und stattdessen am Ende des Events um eine Spende gebeten, die je zur Hälfte an die von Pfarrer Daniel Brinker unterstützte Wohltätigkeitsorganisation „Hilfe für HOIMA e. V.“ in Uganda bzw. dem Kinder- und Jugendprojekt vom ehemaligen Salzbergener Pastor Pierre Roy „Bildungszentrum Johannes Paul II“ in Jacmel/Haiti zu Gute kommen sollte.
Sichtlich erfreut über das hervorragende Spendenergebnis konnten der Vorsitzende des Kirchenchores, Alfred Kaiser, Chorleiterin Luise Grottke und Kassenwart Werner Hettmer im Rahmen der 1. Chorstunde des neuen Jahres den Vertretern der beiden Hilfsorganisationen, Daniel Brinker bzw. Hans-Jürgen Hoormann, jeweils einen überdimensionalen Spendenscheck über 940 € überreichen.
Liedervater Kaiser bedankte sich in diesem Zusammenhang nicht nur bei den Konzertbesuchern für ihre großzügigen Spenden, sondern auch bei Chorleiterin Luise Grottke, dem Bläserquartett des Musikvereins und bei allen beteiligten Mitgliedern des Kirchenchores, die zu diesem Rekordspendenergebnis beigetragen hätten.
Pfarrer Brinker sprach auch im Namen der Leiterin der Internatsschule in Uganda dem Kirchenchor seinen Dank aus und erklärte, dass das Geld u. a. für dringend benötigtes Mobiliar im 2. Haus dieser Einrichtung verwandt werde.
Hans-Jürgen Hoormann schloss sich im Namen von Pastor Roy diesem Dank an und versicherte, dass die Spende zweckgemäß den Kindern im Bildungszentrum Johannes Paul II zu Gute kommen werde.

Spendenübergabe aus dem Weihnachtskonzert des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen (v. r. n. l.): Liedervater Alfred Kaiser, Chorleiterin Luise Grottke, Hans-Jürgen Hoormann, Pfarrer Daniel Brinker und Kassenwart des Chores Werner Hettmer.