Aktuelles

Kirchenchor St. Cyriakus zieht selbst Corona-Notbremse

Choraktivitäten bis auf Weiteres „auf Eis gelegt“

Die vom Vorsitzenden Alfred Kaiser und von Chorleiterin Luise Grottke bereits in der Generalversammlung des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen am 11. November befürchteten Einschränkungen sind eingetreten. Der Chor setzt bis auf Weiteres nicht nur seine wöchentlichen Chorproben aus; auch die in der Advents- und Weihnachtszeit geplanten öffentlichen Auftritte sowie alle weiteren geplanten Termine fallen der Pandemie zum Opfer.

Aufgrund der hohen Inzidenzwerte hatte die politische Gemeinde Salzbergen bereits Mitte November das für den 27./28.11. geplante Lichterfest, bei dem der Chor nach eineinhalbjähriger Coronapause endlich wieder in der Öffentlichkeit hätte auftreten können, nachvollziehbarer Weise abgesagt. Die in der Folgezeit weiter drastisch ansteigenden Infektionszahlen veranlassten dann Liedervater Alfred Kaiser, Ende November eine Umfrage unter den Chormitgliedern digital durchzuführen, bei der fast alle dafür plädierten, die wöchentlichen Chorstunden vorerst wegen der gerade beim Gesang bestehenden erhöhten Ansteckungsgefahr ruhen zu lassen.

Natürlich war allen Chormitgliedern bewusst, dass mit dieser Entscheidung der Kirchenchor mit seinen über 50 Sänger*innen das Festhochamt am 1. Weihnachtsfeiertag wegen der fehlenden Vorbereitung gesanglich nicht mitgestalten kann, ebenso wie den für den 23. Januar 2022 geplanten Radiogottesdienst, der live aus der Pfarrkirche übertragen werden soll.

Auch das bei den Chormitgliedern und deren Partner*innen so beliebte Chorfest, das für den 21. Januar nächsten Jahres terminiert ist, wird aufgrund der Vorstandsentscheidung in den Frühsommer verschoben, weil erfahrungsgemäß bis dahin die Inzidenzwerte wieder erheblich gesunken sein sollten.

Unabhängig von den v. g. Einschränkungen in der Chorarbeit, hatte sich Chorleiterin Luise Grottke bereiterklärt, weiterhin kurze Übungseinheiten unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften für die Kantorinnen und Kantoren, gegebenenfalls verstärkt um einige freiwillige Sänger*innen des Chores, anzubieten, um die Gesänge in den Weihnachtsgottesdiensten und in der Radiomesse im Rahmen der Möglichkeiten zu bereichern.

Ob das Angebot dieser „Kantor(inn)engruppe-Plus“ dann tatsächlich zum Tragen kommt, wird von der weiteren pandemischen Entwicklung und den noch zu erwartenden politischen Beschlüssen sowie den Vorgaben des Bistums abhängig sein. Insofern besteht, wie von Luise Grottke schon in der Generalversammlung bemängelt, keine Planungssicherheit.

Wird man in Deutschland die Coronapandemie im nächsten Jahr in den Griff bekommen, damit ein solches Gruppenfoto des Chores – wie beim letzten Weihnachtskonzert im Jahre 2018 – wieder entstehen kann?

 

 

Pfarrer Daniel Brinker neuer Präses des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen

Ewald Rautland für 60jährige Mitgliedschaft geehrt

Wie ein „roter Faden“ zog sich die Coronapandemie durch die diesjährige Generalversammlung des Kirchenchores St. Cyriakus, zu der Vorsitzender Alfred Kaiser am 11. November 2021 nach der Hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Gesangvereins im Kulturkeller eingeladen hatte. Nach dem Gedenken der in diesem Jahr verstorbenen inaktiven Chormitglieder Paula Rausing und Dieter Wilde zeigte Kaiser sich sehr erfreut darüber, dass der Chor nach eineinvierteljähriger Coronapause seit Juli wieder regelmäßig seine Chorstunden unter Beachtung des Hygienekonzeptes vom Bistum Osnabrück mit reduzierter Teilnehmerzahl und verkürzter Probendauer durchführen kann. Schon jetzt würden sich alle Sänger*innen nach einer so langen Auszeit auf ihren 1. öffentlichen Auftritt beim Lichterfest am 28. November freuen. Es bleibe nur zu hoffen, dass die derzeit wieder rasant ansteigenden Coronainzidenzen nicht erneut zu einer Absage führen werden.

Chorleiterin Luise Grottke war froh darüber, dass nach dem harten Lockdown im Frühjahr ein Großteil der Chormitglieder wieder regelmäßig an den Chorstunden teilnehme. Dieses sei nicht selbstverständlich, denn sie wisse von anderen überalterten Chören, dass diese die Pandemie zum Anlass genommen hätten, sich aufzulösen. Obwohl die Chorarbeit wieder aufgenommen wurde, bedauerte sie die fehlende Planungssicherheit zur Vorbereitung der anstehenden Termine.

Pfarrer Daniel Brinker, der als designierter Präses erstmals an einer Generalversammlung des Kirchenchores St. Cyriakus teilnahm, erwähnte in seiner Vita u. a. auch seine Verbundenheit zur Musik. Er singe nicht nur gerne, sondern könne neben Blockflöte auch Orgel spielen. Da er sich aber am Altar besser aufgehoben fühle, habe er sich für den Dienst am Altar entschieden. Obwohl er den Kirchenchor noch nicht in seiner Gesamtheit gehört habe, bedankte er sich bei allen Chormitgliedern für ihr musikalisches Wirken. Er freue sich auf die Auftritte des Chores zum Lichterfest, zu Weihnachten und insbesondere im Rahmen des am 23. Januar geplanten Radiogottesdienstes. Abschließend appellierte er an alle Sänger*innen, weiterhin mit der zulässigen Mitgliederstärke die Hl. Messen mitzugestalten.

Nachdem Kassenwart Werner Hettmer seinen detaillierten Kassenbericht vorgetragen hatte, erteilte die Versammlung dem gesamten Vorstand auf Antrag von Kassenprüfer Manfred Gude einstimmig die Entlastung.

Bei den obligatorisch durchzuführenden Vorstandswahlen gab es erwartungsgemäß keine Überraschungen. So wurde Pfarrer Daniel Brinker einstimmig zum neuen Präses des Chores ernannt. Ebenfalls einstimmig erfolgten die Wiederwahlen von Alfred Kaiser zum Vorsitzenden, Werner Hettmer zum Kassenwart und Silke Piepel zur Notenwartin.

Als Nachfolger von Manfred Gude, der nach 2 Jahren satzungsgemäß als Kassenprüfer zurücktreten musste, wurde Hermann Scheffer einstimmig gewählt.

Sichtlich erfreut zeigte sich Liedervater Alfred Kaiser, als er den erst 17-jährigen Felix Schonhoff offiziell in den Chor aufnehmen konnte. Er überreichte ihm die Ehrennadel des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sein Beitritt zum Chor vielleicht der Einstieg für weitere junge Sänger*innen sein könnte.

Auch in diesem Jahr konnten wieder aktive Sänger*innen für ihre langjährige Mitgliedschaft in Kirchenchören geehrt werden. So überreichten Alfred Kaiser und seine Stellvertreterin Gisela Wilken Hermann-Josef Merting für seine 10-jährige Mitgliedschaft eine Urkunde mit Blumenstrauß. Die gleiche Auszeichnung wurde auch Barbara Mülder zuteil, die seit 5 Jahren im hiesigen Kirchenchor singt und zuvor insgesamt 5 Jahre in 2 weiteren Chören gesungen hatte.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hermann Hermeling ebenso wie Christel Henkel – die vorher 12 Jahre im Kirchenchor Dorsten-Wulfen aktiv war – mit Urkunde und Blumen ausgezeichnet.

Höhepunkt der Ehrungen wäre die 60-jährige Mitgliedschaft von Ewald Rautland gewesen, der leider aufgrund einer plötzlichen Erkrankung nicht anwesend sein konnte. Dennoch würdigte Alfred Kaiser das Engagement von Ewald Rautland, der mit seinen 90 Jahren höchst selten bei einer Chorprobe und bei den sonstigen Aktivitäten des Chores fehle. Er sei nicht nur das älteste aktive Chormitglied, sondern gehöre von den Aktiven am längsten dem Chor an. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Leistung hätte eigentlich Domkapitular Martin Schomaker die Grüße und Glückwünsche von Bischof Franz-Josef Bode überbringen sollen. Da dieser kurzfristig verhindert war, verlas Pfarrer Daniel Brinker das Glückwunschschreiben des Bischofs und sprach Ewald Rautland Dank und Anerkennung für dieses seltene Jubiläum aus.

Das Glückwunschschreiben des Bischofs, sowie die Ehrenurkunde des Kirchenchors mit Blumenstrauß und Weinpräsent wurde durch Liedervater Kaiser dem Jubilar am darauffolgenden Tag zugestellt.

 

von l. n. r.: Neumitglied Felix Schonhoff, Präses Pfarrer Daniel Brinker, Jubilarin Barbara Mülder, Vorsitzender Alfred Kaiser, Stellv. Vorsitzende Gisela Wilken, Jubilarin Christel Henkel, Chorleiterin Luise Grottke und Jubilar Hermann-Josef Merting – es fehlen die Jubilare Ewald Rautland und Hermann Hermeling


 

Kirchenchor St. Cyriakus traf sich nach eineinhalbjähriger Coronapause erstmals wieder zum geselligen Miteinander

 

Nicht nur das Singen, sondern auch gesellige Veranstaltungen sind Grundlage für eine gute Stimmung innerhalb eines Gesangsvereins. Das trifft umso mehr zu, wenn die Sänger*innen aufgrund der Coronapandemie eineinhalb Jahre fast auf jegliche Vereinsaktivitäten verzichten mussten. Aus diesem Grunde bestand Ende Juni in der Vorstandssitzung des Kirchenchores St. Cyriakus großes Einvernehmen, aufgrund der niedrigen Inzidenzwerte nicht nur die Chorproben ab sofort wieder aufzunehmen, sondern auch das traditionelle Sommerfest vor der Sommerpause zu feiern.

Dementsprechend trafen sich am 27. Juli 2021 alle durchgeimpften Chormitglieder bei durchwachsenem Wetter im Garten Eden hinter dem Gemeindezentrum. Zuvor hatten einige Sänger des
Chores ausreichend Tische, Bänke und Stühle aufgestellt, damit der erforderliche Abstand eingehalten werden konnte. Anita Schipper und Gerda Tegeder hatten liebevoll die Tische dekoriert. Für das leibliche Wohl sorgte einmal mehr der hiesige Grill- und Partyservice Röwer.

Bei seiner obligatorischen Begrüßung hieß Vorsitzender Alfred Kaiser neben den Chormitgliedern insbesondere Pfarrer Daniel Brinker, der seit knapp einem Jahr in Salzbergen wirkt und erstmals an einer Veranstaltung des Kirchenchores teilnahm, sowie Pater Sebastian, herzlich willkommen.Neben der Kontaktpflege untereinander wurde dann auch noch mit der gebotenen Zurückhaltung das eine oder andere Liedchen gesungen. In beiden Fällen machte sich die lange Coronapause bemerkbar, was gesangsbezogen bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten durch Chorleiterin Luise Grottke behoben werden wird.

    Leider nahm die Veranstaltung nach dem Essen aufgrund eines Regenschauers ein abruptes Ende, denn in der Schutzhütte und unter dem aufgestellten Sonnenschirm konnte der erforderliche Abstand zwischen den Teilnehmer(inne)n nicht gewährleistet werden. Insofern freuen sich die Chormitglieder auf die nächsten Chorstunden, Auftritte und geselligen Veranstaltungen und hoffen, dass die inzwischen erneut steigenden Coronazahlen nicht das Chorleben wieder zum Erliegen bringen werden.

Weitere Fotos vom Sommerfest befinden sich auf der Homepage unter „Fotogalerie“.

Neustart des Kirchenchores nach 15 Monaten Coronapause

Seit Ende Mai/Anfang Juni 2021 sinken die Zahlen der an Covid-19-Infizierten in Deutschland kontinuierlich. Als der Inzidenzwert je 100.000 Einwohner im Landkreis Emsland zwischen 50 und 35 lag, erkundigte sich der Vorsitzende des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, Alfred Kaiser, am 8. Juni beim Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Osnabrück Martin Tigges, wann aufgrund dieser positiven Entwicklung die Kirchenchöre endlich wieder singen dürften. Ergebnis dieses Telefonats war, dass ab sofort wieder Chorproben und Auftritte der Chöre unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften zulässig sind.

Als Alfred Kaiser daraufhin Chorleiterin Luise Grottke über diese erfreuliche Mitteilung informierte, sagte diese spontan die Wiederaufnahme der Chorarbeit nach ihrem Urlaub am Mittwoch, dem 30. Juni, um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum, zu. Einzelheiten zum Ablauf dieser ersten und der weiteren Chorproben, wie Proberaum und -tage, evtl. Gruppenbildung etc., sollen zu Beginn der 1. Chorprobe besprochen werden.

Natürlich war die Vorfreude bei den Chormitgliedern groß, als Liedervater Kaiser sie vom Neustart nach eineinvierteljähriger Coronapause in Kenntnis setzte. Dabei verwies er nochmals eindringlich auf das bestehende Hygienekonzept, das auf der Grundlage der Vorgaben des Bistums Osnabrück für kirchliche Chorarbeit auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst wurde. Neben der Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen des Gemeindezentrums sowie das Händedesinfizieren, wird hierin auch die Einhaltung der Mindestabstände von 1,50 m seitlich und 2,50 m nach vorne und hinten geregelt. Das Erfassen der Personendaten der Teilnehmer*innen ist ebenso verankert, wie z. B. das Einhalten von Lüftungsintervallen zwischen den 30minütigen Übungseinheiten.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser 2. Versuch zum Neustart der Chorarbeit in der Pandemie nicht aufgrund von neuen gefährlichen Mutanten ebenso wie der 1. Neustart im Herbst letzten Jahres nach dem ersten Lockdown aufgrund der seinerzeit drastisch gestiegenen Infektionszahlen nach wenigen Wochen wieder verworfen werden muss. Dass sich dieses hoffentlich nicht wiederholt, dafür sprechen die inzwischen vielen gegen Covid-19-Geimpften, die auch gegen die bisher bekannten Mutationen des Virus immun sein sollten.

Chorprobe

Foto von einer Chorprobe aus der Zeit vor der Coronapandemie.

 

 

Ehrenmitglied Johannes Steinforth feierte 100. Geburtstag

Abordnung überbrachte die Glückwünsche des Kirchenchor St. Cyriakus

 

Am 1. Juni 2021 vollendete das älteste Mitglied des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, Johannes Steinforth, seinen 100. Geburtstag. Gerne hätte der Chor in seiner Gesamtheit dem Jubilar zu dessen außergewöhnlichen Ehrentag ein Ständchen gebracht. Leider war dieses wegen der coronabedingten Einschränkungen nicht möglich.

Daher suchten der Vorsitzende des Kirchenchores, Alfred Kaiser, und seine Stellvertreterin, Gisela Wilken, den Jubilar an seinem Ehrentag im Haus St. Josef auf, in dem er seit 2016 mit seiner Ehefrau Hermine – ebenfalls Mitglied des Chores – lebt

Dort trafen sie einen trotz seines hohen Alters immer noch rüstigen und geistig frischen Jubilar an. Mit einem auf Johannes Steinforth zutreffenden Gedicht

„Wer des Morgens 3-mal schmunzelt,

mittags nie die Stirne runzelt,

abends singt, dass alles schallt,

der wird hundert Jahre alt!“

übermittelte Alfred Kaiser die besten Glück- und Segenswünsche des Chores und Gisela Wilken überreichte dazu einen sehr schönen Blumenstrauß. Besonders erfreut zeigte sich der Jubilar über eine eigens für ihn erstellte Glückwunschkarte, die seine musikalische Leidenschaft widerspiegelte.

Alfred Kaiser nahm den 100. Geburtstag auch noch einmal zum Anlass, sich bei Johannes Steinforth für sein langjähriges Engagement im Kirchenchor zu bedanken:

Er trat 1963 dem Chor als Sänger bei. Nach erfolgreichem Abschluss seiner nebenberuflichen Ausbildung zum Chorleiter beim Deutschen Sängerbund übernahm Johannes Steinforth von 1972 bis 1986 diese Tätigkeit im Cyriakuschor. Darüber hinaus fungierte er nach einjähriger Ausbildung in Osnabrück als Organist in seiner Heimatgemeinde bis zum Jahre 1990.

Große Verdienste für den Kirchenchor erwarb sich Steinforth in der gezielten Mitgliederwerbung. Höhepunkt seines Schaffens war das 125-jährige Jubiläum des Chores im Jahre 1981. Unter seiner Regie wurden Chorkonzerte in der Kirche aufgeführt. Er lud zu Orgelkonzerten mit auswärtigen Organisten ein. Unter seiner Leitung entstand die Schallplatte „O Salzbergen, schöne Heimat“ mit Sven Olsen aus Anlass des 800-jährigen Bestehens der Gemeinde Salzbergen.

Ein weiterer Höhepunkt war unter seiner Leitung die Mitgestaltung einer Hl. Messe am Passionssonntag im Petersdom in Rom am 20. März 1983. An diesem Abend leitete er auch den Chor beim Festkonzert zu Ehren Papst Johannes Paul II in der Kirche St. Ignazio.All diese besonderen Verdienste von Johannes Steinforth um den Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen wurden im Jahre 1998 mit der Verleihung der „Ehrenmitgliedschaft“ gewürdigt.

 

Der Kirchenchor St. Cyriakus Salzbergen wünscht seinem ehemaligen Chorleiter und heutigen Ehrenmitglied über den 100. Geburtstag hinaus alles Gute, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit und hofft, dass er im Beisein seiner Ehefrau Hermine die Gäste beim nächsten Chorfest wieder mit seinen lustigen Anekdoten erfreuen wird.

Kantorengesang in der Osterzeit digital übertragen

Appell an alle Chormitglieder: „Durchhalten ist angesagt“

Seit über einem Jahr beherrscht die Covid-19-Pandemie die tägliche Berichterstattung in allen öffentlichen Medien. Wer hätte im März letzten Jahres damit gerechnet, dass dieses Virus das gesellschaftliche Leben weltweit so verändern könnte?

Mussten im letzten Jahr die Gottesdienste in der Osterzeit noch ausfallen, durften sie in diesem Jahr unter strikter Einhaltung der sich in den vergangenen Monaten bewährten Hygienemaßnahmen grundsätzlich gefeiert werden. Als aber der Inzidenzwert im Landkreis Emsland in der Karwoche über 200 anstieg, entschieden die kirchlichen Gremien in Salzbergen in ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Kirchenbesucher, auf Präsensgottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag zu verzichten und diese stattdessen digital über das Internet zu übertragen.

Traditionell oblag dem Kirchenchor St. Cyriakus in der Vergangenheit die gesangliche Mitgestaltung der Gottesdienste am Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. Da der Chor aber schon seit über einem Jahr in seiner Gesamtheit coronabedingt nicht singen darf und auch der Gemeindegesang seit einigen Wochen in den Heiligen Messen untersagt ist, nehmen derzeit stellvertretend verschiedene Salzbergener Gesangs- und Instrumentalgruppen die gesangliche bzw. musikalische Mitgestaltung der Wochenendgottesdiensten wahr.

So bereitete Chorleiterin Luise Grottke in der Vorosterzeit die Kantor(inn)en des Kirchenchores St. Cyriakus in kurzen Übungseinheiten auf die liturgischen Gesänge in den Gottesdiensten am Karfreitag und Ostersonntag vor. Gewöhnungsbedürftig für die Sängerinnen und Sänger war jedoch bei der digitalen Übertragung der Messfeiern, den richtigen Abstand zu den erstmals verwendeten Mikrophonen zu finden.

Für viele Chormitglieder stellte sich in diesem Zusammenhang nach über einjähriger Coronapause die Frage, wie geht es nach dem derzeitigen Lockdown mit dem Chorgesang weiter. Chorleiterin Luise Grottke hatte noch Anfang des Jahres angekündigt, dass sie abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie und dem Impffortschritt den Wiedereinstieg in die Probenarbeit des Chores mit allen Sängerinnen und Sängern nach den Osterferien plane. Aufgrund der derzeitigen Infektionszahlen wird dieser Termin aber nicht einzuhalten sein.

Dennoch gibt Vorsitzender Alfred Kaiser die Hoffnung auf einen baldigen Wiederbeginn der Chorarbeit nicht auf und appelliert an alle Chormitglieder, weiter durchzuhalten, bis das gefährliche Virus durch die Impfungen keine größeren gesundheitlichen Schäden mehr anrichten kann. Glaubt man der Politik, die für die kommenden Wochen und Monate erheblich mehr Impfstoff in Aussicht gestellt und eine Impfung aller Impfwilligen bis Ende des Sommers zugesichert hat, dürfte das Warten der Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores die längste Zeit gedauert haben.

 

Die Gottesdienste am Karfreitag und Ostersonntag wurden von den Kantor(inn)en des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen gesanglich mitgestaltet. Dabei wurden sie von Chorleiterin Luise Grottke (links im Bild) auf dem E-Piano begleitet. Für die digitale Übertragung im Livestream war Gemeindereferentin Johanna Ratte (rechts im Bild) zuständig.

Kirchenchor St. Cyriakus plant für die Zeit nach Corona

Chormitglieder sehnen Wiederaufnahme der Chorarbeit herbei

 

Dem Vorsitzenden des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen, Alfred Kaiser, fiel Mitte Januar ein Bericht der katholischen Wochenzeitung „Christ in der Gegenwart“ in die Hände, der ihn doch ziemlich nachdenklich stimmte. Die Überschrift des Artikels lautete: „Wenn Gesang zur Gefahr wird“.

Der Autor dieses Berichtes beschreibt darin die Situation der Kirchenchöre im Lockdown der Coronapandemie:

„Die Hoch-Zeit der Chöre im Weihnachtsfestkreis ist still verklungen. In normalen Zeiten ist dies die Zeit, in der auch Menschen, denen das Singen sonst eher schwerfällt, gerne einmal den Mund öffnen. Der Chorgesang in Gottesdiensten und Konzerten ist dann so stark gefragt wie sonst nie, zum Zuhören oder Mitsingen. Doch Chöre mussten in den letzten Monaten ihre musikalischen Planungen immer wieder überarbeiten, letztlich wurden sie auf wenige Einzelstimmen reduziert oder gar ganz auf stumm gestellt. …“.

Die v. g. Zeilen spiegeln genau die Situation im Kirchenchor St. Cyriakus wider, denn das Highlight des letzten Jahres wäre das Weihnachtskonzert gewesen, dass ebenso wie alle anderen geplanten Termine, Auftritte, Veranstaltungen, Feiern und auch Chorproben seit Mitte März letzten Jahres coronabedingt abgesagt werden mussten. Die Aktivitäten des Chores beschränkten sich seitdem auf den Kantorengesang in den Gottesdiensten.

In seiner o. g. Veröffentlichung befürchtet der Autor aufgrund der Pandemie sogar ein „Sterben“ zahlreicher überalterter Kirchenchöre.

Diese Befürchtung teilt Liedervater Alfred Kaiser ganz und gar nicht, denn sein Chor hat sich in den letzten Jahren mit über 30 Neuzugänge erheblich verjüngt. Auch ist das gesellige Miteinander im Chor so hervorragend, dass man sich über den Fortbestand des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen trotz der derzeit coronabedingten Pause keine Sorgen machen muss.

Chorleiterin Luise Grottke nahm den Zeitungsbericht zum Anlass, alle Chormitglieder schriftlich über die Wiederaufnahme der Chorarbeit in diesem Jahr zu informieren. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie und dem Impffortschritt plant sie den Wiedereinstieg in die Probenarbeit des Chores mit allen Sängerinnen und Sängern nach den Osterferien. Bis dahin möchte sie weiterhin kurze Übungseinheiten für Kleinstgruppen, die die Gottesdienste mit ihren Gesängen bereichern sollen, anbieten. Gerade in Zeiten, in denen der Gemeindegesang in den hl. Messen untersagt ist, kommt dem stellvertretenden Singen durch Kantoren, bzw. kleineren Ensembles eine besondere Bedeutung zu.

Auch wenn die derzeitige Situation eine bisher noch nie dagewesene Herausforderung für alle Chöre darstellt, haben die Verantwortlichen des Kirchenchores St. Cyriakus Salzbergen keine Bedenken, dass es mit dem gemeinsamen Gesang in voller Mitgliederstärke nach der Coronapandemie nicht weitergehen könnte! Vielmehr ist in Gesprächen mit Chormitgliedern festzustellen, dass sie schnellstmöglich die Wiederaufnahme der Chorarbeit herbeisehnen.